Wir möchten euch ganz herzlich zur Pilotierung der »PAD Academy« Ideenwerkstatt 2026 am Sa, 24.10. und So, 25.10. einladen - aus unseren Communities wurden bundesweit die tollsten Formate eingereicht! Die Jury hatte ihre liebe Not bei der Auswahl. Meldet euch weiter unten auf der Seite zu einem (oder mehreren) der ausgewählten sechs Formate an. Hier kommen die sieben Gewinner:innen des Ideenwettbewerbs. Ihre Workshops findet ihr unten im Text.
Liebe Community, liebe Freund*innen und Wegbegleiter*innen,
wir möchten euch herzlich einladen zur PAD Academy Ideenwerkstatt 2026.
Am Samstag, 24. und Sonntag, 25. Oktober kommen bei EOTO Multiplikator*innen, Trainer*innen, Aktivist*innen und Kulturschaffende aus den PAD Communities zusammen, um gemeinsam zu lernen, Wissen zu teilen, neue Bildungsformate zu erproben und die zukünftige PAD Academy mit Leben zu füllen.
Politik, Gesellschaft & Geschichte
„Eigenraum – Small Wins gegen das System“
Was, wenn sich Schwarze Theorie nicht nur lesen, sondern auch spielen lässt? In diesem Workshop bauen die Teilnehmenden gemeinsam als Schwarze Community Handlungsspielräume auf – individuell, institutionell und strukturell – gegen "das System": rassifizierten, heteropatriarchalen und eurozentrischen Kapitalismus, verkörpert durch ein eigens entwickeltes kooperatives Kartenspiel.
Sonntag, 25.10.2026, 14:00 Uhr
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Geführt von Joshua Kwesi Aikins
Joshua Kwesi Aikins ist seit über 25 Jahren im Schwarzen Bewegungskontext aktiv, unter anderem in der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD). In dieser Zeit hat er an zahlreichen Empowerment- und Advocacy-Projekten mitgewirkt – „von der Straßenecke bis zur UN und zurück": von Straßenumbenennungen in Berlin bis zu einem Bericht an den UN-Antirassismusausschuss (CERD).
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„Eigenraum – Small Wins gegen das System“ (Ausführlich)
Was, wenn sich Schwarze Theorie nicht nur lesen, sondern auch spielen lässt? In diesem Workshop bauen die Teilnehmenden gemeinsam als Schwarze Community Handlungsspielräume auf – individuell, institutionell und strukturell – gegen "das System": rassifizierten, heteropatriarchalen und eurozentrischen Kapitalismus, verkörpert durch ein eigens entwickeltes kooperatives Kartenspiel.
Denker*innen wie W.E.B. Du Bois, Audre Lorde, May Ayim, Steve Biko und Sylvia Wynter werden dabei zu spielbaren Ressourcen. Ziel ist nicht, das System zu besiegen, sondern eigene Räume zu gewinnen – kleine, reale "Small Wins" – und gemeinsam über Strategien der Selbstermächtigung ins Gespräch zu kommen.
Methodisch knüpft der Workshop an die Tradition des Lernens durch Handeln an (Paulo Freire, Augusto Boal): Kurze Spielrunden wechseln mit moderierter Reflexion, in der die Gruppe gemeinsam Muster benennt und Strategien schärft. Zwischen den Runden bleibt Raum für Austausch, Self- und Community Care sowie die Freude am gemeinsamen Taktieren.
Der Workshop richtet sich an Schwarze und afrodiasporische Jugendliche und Erwachsene aus den Communities, ausdrücklich intergenerationell und offen für Multiplikator*innen und pädagogische Fachkräfte – kein theoretisches Vorwissen nötig.
Politik, Gesellschaft & Geschichte
»Von Generation zu Generation – Eine Schwarze deutsche Familiengeschichte im Gespräch zwischen Vater und Sohn«
Was bedeutet es, auf eine mehr als 130-jährige Schwarze Familiengeschichte in Deutschland zurückzublicken – und warum kommt diese Geschichte in Schule und Öffentlichkeit dennoch kaum vor? Roy Adomako und sein Sohn Leonard Konrad-Adomako gehören zur vierten beziehungsweise fünften Generation einer afrodeutschen Familie. Ihre Vorfahren erlebten die deutsche Kolonialzeit, die Weimarer Republik und den Nationalsozialismus.
Samstag, 24.10.2026, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr
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Geführt von Roy Adomako & Leonard Alexander Konrad-Adomako
Roy Adomako ist Rechtsanwalt und seit vielen Jahren in der Schwarzen Community engagiert. Er war Mitgründer und Vorstandsmitglied von Each One Teach One (EOTO) e. V.. und ist Mitglied der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland. Er ist außerdem Empowerment- und Diversitytrainer bei eine Eine Welt der Vielfalt e.V. sowie Absolvent der EOTO Black Empowerment Academy. Ein Schwerpunkt seines Engagements liegt darauf, Schwarze deutsche Geschichte sichtbar zu machen und an die Verfolgung Schwarzer Menschen während des Nationalsozialismus zu erinnern.
Leonard Konrad-Adomako beschäftigt sich aus der Perspektive einer jüngeren Generation mit dieser Familiengeschichte. Er engagiert sich insbesondere für die Förderung Schwarzen Unternehmertums u.a. als Organisator des AiDiA Pitch Events zur Unterstützung von Schwarzen Entrepreneurinnen und Entrepreneuren. Bei der Arbeit an unserer gemeinsamen Geschichte wurde für ihn deutlich, wie wenig er in der Schule über Schwarze Menschen in der Weimarer Republik und während des Nationalsozialismus erfahren hatte.
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„Was wir weitertragen – Schwarze deutsche Geschichte im Gespräch zwischen Vater und Sohn“ (Ausführlich)
Was bedeutet es, auf eine mehr als 130-jährige Schwarze Familiengeschichte in Deutschland zurückzublicken – und warum kommt diese Geschichte in Schule und Öffentlichkeit dennoch kaum vor? Roy Adomako und sein Sohn Leonard Konrad-Adomako gehören zur vierten beziehungsweise fünften Generation einer afrodeutschen Familie. Ihre Vorfahren erlebten die deutsche Kolonialzeit, die Weimarer Republik und den Nationalsozialismus. Sie waren von Rassismus und Entrechtung betroffen, entwickelten aber zugleich vielfältige Formen der Selbstbehauptung, des Widerstands und des politischen Engagements.
Anhand historischer Fotografien, persönlicher Dokumente und eigener Erinnerungen sprechen Vater und Sohn darüber, wie Familiengeschichte über Generationen weitergegeben, vergessen und wiederentdeckt wird. Dabei geht es nicht nur um ihre eigene Familie. Gemeinsam mit den Teilnehmenden fragen sie: Welches Wissen wird in unseren Familien und Communities bewahrt? Wo gibt es Lücken oder Schweigen? Und welche Geschichten möchten wir selbst an die nächste Generation weitertragen?
Das Format verbindet ein persönliches Vater-Sohn-Gespräch mit historischen Einblicken und interaktiven Arbeitsphasen. Es lädt dazu ein, Schwarze Familien- und Communitygeschichte als wertvolles Wissen zu verstehen und eigene Wege zu finden, dieses Wissen zu sichern und weiterzugeben.
Kultur & Kreativität
„Kleine Hefte, große Wirkung – Zines als Räume der Selbstermächtigung“
Lust, dein eigenes Zine zu gestalten? In diesem kreativen Safer Space lernst du das Medium Zine kennen und gestaltest dein eigenes kleines Heft. Zines – kurz für Magazine – sind kleine, unabhängig veröffentlichte Hefte, die meist marginalisierte Stimmen und Perspektiven darstellen. Im Rahmen des Safer Spaces kannst du das Medium nutzen, um deine eigene Geschichte und individuelle Perspektive zum Ausdruck zu bringen – ganz im Sinne der Sichtbarkeit. Du brauchst keine Vorkenntnisse, nur Lust, kreativ zu werden. Gerne kannst du erste Ideen, angefangene Zines und deine Lieblingsmaterialien mitbringen. Dieser Workshop richtet sich ausschließlich an Schwarze Erwachsene.
Sonntag, 24.10.2026. 14:00 Uhr
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Geführt von Hanna Abdella
Mein Name ist Hanaa Abdella und ich bin Kunsttherapeutin und Künstlerin. In den letzten zwei Jahren habe ich mich intensiv mit dem Medium Zine in meiner kunstbasierten Forschung während meines Masterstudiums auseinandergesetzt. Als Teil des Kollektivs buncaphê habe ich bereits unterschiedliche Workshopformate und offene Werkstätten konzipieren und durchführen können, darunter auch Safer Spaces, die sich an Bi_PoC gerichtet haben. Auch habe ich bereits eigenständig kreative Workshopformate wie Collage- und Poetry-Slam-Workshops durchgeführt.
Ganzheitlichkeit & Achtsamkeit
AFROWALK – Move, Connect, Belong
AFROWALK – Move, Connect & Belong ist ein niedrigschwelliges Community-Format, das Bewegung, Begegnung und Achtsamkeit miteinander verbindet. Der gemeinsame Spaziergang schafft einen einfachen Zugang zu sozialer Verbindung – unabhängig von Alter, Fitnesslevel oder kulturellem Hintergrund.
Sonntag, 25.10.2026, 10:00 Uhr
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Geführt von Lymo Junga
I’m Lymo, a Berlin-based fitness trainer and founder of AFROHIIT and AFROWALK. I started these initiatives to connect people through health, movement and community. My experience includes organising regular fitness sessions, community walks, children’s activities and wellness events for people of different ages, backgrounds and fitness levels.
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„AFROWALK – Move, Connect & Belong“ (Ausführlich)
AFROWALK – Move, Connect & Belong ist ein niedrigschwelliges Community-Format, das Bewegung, Begegnung und Achtsamkeit miteinander verbindet. Der gemeinsame Spaziergang schafft einen einfachen Zugang zu sozialer Verbindung – unabhängig von Alter, Fitnesslevel oder kulturellem Hintergrund.
Die Teilnehmenden bewegen sich gemeinsam durch den öffentlichen Raum und werden durch einfache Gesprächsimpulse dazu eingeladen, mit unterschiedlichen Menschen in Kontakt zu kommen. Dabei geht es nicht um sportliche Leistung, sondern um Begegnung, Offenheit und das bewusste Erleben der eigenen Umgebung und der Menschen um uns herum.
Ergänzt wird der Walk durch kurze Achtsamkeits- und Wellness-Impulse, die dazu einladen, innezuhalten, den Körper wahrzunehmen und bewusst aus dem Alltag und der digitalen Welt herauszutreten. Durch wechselnde Gesprächspartner*innen entstehen neue Perspektiven und Begegnungen über vertraute soziale Kreise hinaus.
AFROWALK reagiert auf gesellschaftliche Herausforderungen wie Einsamkeit, soziale Isolation und fehlende Begegnungsräume. Das Format schafft einen offenen und respektvollen Raum, in dem Menschen unterschiedlicher Lebensrealitäten zusammenkommen können. Gemeinsam bewegen, zuhören, teilen und voneinander lernen – mit dem Ziel, Zugehörigkeit zu stärken und Gemeinschaft aktiv zu gestalten.
Ganzheitlichkeit & Achtsamkeit
»Empowerment, Selfcare und mentale Gesundheit«
Ein Workshop für Reflexion, Austausch und Stärkung. Im Mittelpunkt stehen Selbstbestimmung, die eigene Positionierung und Selbstfürsorge als Ressourcen für mentale Gesundheit, nachhaltiges Handeln und Veränderung. Gemeinsam schaffen wir Raum, Erfahrungen einzuordnen, eigene Stärken zu entdecken und neue Perspektiven für einen selbstbestimmten Umgang mit herausfordernden Kontexten zu entwickeln.
Samstag, 24.10.2026
14:00 Uhr - 18:00 Uhr
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Geführt von Uli Heidemann
Uli Heidemann ist Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut und Supervisor sowie Antirassismus- und Empowerment-Trainer und Bildungsreferent. In seiner Arbeit verbindet er psychologische und psychotherapeutische Perspektiven mit gruppendynamischen, systemischen und gesellschaftskritischen Ansätzen. Schwerpunkte seiner Bildungsarbeit sind Rassismuskritik, Empowerment, mentale Gesundheit, Selbstfürsorge und die Auseinandersetzung mit Macht- und Diskriminierungsverhältnissen. Dabei arbeitet er erfahrungsorientiert, ressourcenaktivierend und mit einem besonderen Blick auf individuelle wie kollektive Entwicklungs- und Veränderungsprozesse.
Zukunft & Technologie
»KI richtig nutzen – praktisch, kritisch und alltagstauglich«
KI richtig nutzen – praktisch, kritisch und alltagstauglich.
Künstliche Intelligenz unterstützt bereits beim Schreiben, Übersetzen, Recherchieren, Strukturieren und Gestalten. Der vierstündige Workshop vermittelt einen praxisnahen Einstieg und zeigt, welche Anwendungen sich für unterschiedliche Aufgaben eignen, wie Ergebnisse geprüft und persönliche Daten geschützt werden.
Das Format richtet sich an Erwachsene aus den PAD Communities, pädagogische Fachkräfte und Multiplikator:innen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; die Übungen stammen aus Alltag, Beruf, Bildungs- und Community-Arbeit.
Samstag, 24.10.2026
19:00 Uhr - 21:00 Uhr
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Geführt von Yampier Aguiar Durañona
Ich arbeite als Journalist, Podcast- und Videoproduzent, Medienpädagoge und Bildungsreferent. In Kuba geboren und seit 2011 in Hamburg zu Hause, verbinde ich meine kubanisch-deutsche Perspektive mit journalistischer Praxis und Bildungsarbeit. Dabei entwickle ich Workshops zu Medienkompetenz, Desinformation, Podcast, Interviewführung, Moderation, Video, Storytelling und Social Media.
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»KI richtig nutzen – praktisch, kritisch und alltagstauglich« (Ausführlich)
KI richtig nutzen – praktisch, kritisch und alltagstauglich
Künstliche Intelligenz unterstützt bereits beim Schreiben, Übersetzen, Recherchieren, Strukturieren und Gestalten. Der vierstündige Workshop vermittelt einen praxisnahen Einstieg und zeigt, welche Anwendungen sich für unterschiedliche Aufgaben eignen, wie Ergebnisse geprüft und persönliche Daten geschützt werden.
Das Format richtet sich an Erwachsene aus den PAD Communities, pädagogische Fachkräfte und Multiplikator:innen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; die Übungen stammen aus Alltag, Beruf, Bildungs- und Community-Arbeit.
Drei inhaltliche Bereiche
1. KI verstehen: Die Teilnehmenden erhalten eine verständliche Einführung in generative KI und lernen Einsatzbereiche von ChatGPT, Claude, Gemini, NotebookLM, DeepL und Canva kennen.
2. KI gezielt einsetzen: Mit Aufgabe, Kontext, Zielgruppe, Format und Ton entwickeln die Teilnehmenden eigene Prompts, vergleichen Ergebnisse und wählen passende Werkzeuge aus.
3. Ergebnisse kritisch prüfen: KI-Ausgaben werden auf Fehler, erfundene Angaben, fehlende Perspektiven und diskriminierende Inhalte untersucht. Hinzu kommen Quellenprüfung und Datenschutz.
Kurze Inputs und Live-Demonstrationen wechseln sich mit Einzel- und Gruppenübungen ab. Die Teilnehmenden bearbeiten eigene kleine Aufgaben und entwickeln einen persönlichen KI-Werkzeugkasten.
Der Workshop stärkt einen selbstbestimmten Umgang mit Technologie und sensibilisiert für gesellschaftliche Vorurteile und rassistische Zuschreibungen in KI-Ausgaben. Persönliche Inhalte müssen nicht geteilt werden.
Am Ende können die Teilnehmenden Anwendungen bewusster auswählen, Ergebnisse kritisch prüfen und sensible Daten besser schützen. Empfohlen sind 6 bis 12 Teilnehmende.
Bildung & Pädagogik
»Die Linie, auf der wir stehen. Eine Werkstatt zur eigenen Bildungsbiografie«
Die vierstündige Werkstatt lädt dazu ein, die eigene Bildungsbiografie zu reflektieren und sichtbar zu machen, wie prägende Erfahrungen, Werte, Krisen und Ressourcen die heutige Bildungsarbeit beeinflussen. In Einzelarbeit, generationenübergreifenden Tandems und im gemeinsamen Austausch entsteht ein kollektives Bildungsarchiv, aus dem jede Person ein persönliches Leitbild und eine konkrete Entwicklungsaufgabe für die eigene Praxis mitnimmt.
Samstag, 24.10.2026
14:00 Uhr -18:00 Uhr
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Geführt von Chamseddine Hamrouni
Ich bin Referendar für Deutsch und Sozialwissenschaften am ZfsL Köln und unterrichte an einer Gesamtschule in Köln. Ab November beginne ich meine Promotion bei Daniel Mays an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und übernehme dort ein Seminar zu Inklusion und Digitalisierung.
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»Die Linie, auf der wir stehen. Eine Werkstatt zur eigenen Bildungsbiografie« (Ausführlich)
Wer in unseren Communities Bildungsarbeit macht, arbeitet mit einer Haltung, die aus der eigenen Bildungsgeschichte stammt. Ausgesprochen wird diese Geschichte selten. Sie wirkt trotzdem, in jeder Entscheidung darüber, wie man mit Jüngeren umgeht, was man ihnen zutraut und wovor man sie schützen möchte. Wer sie nicht ausgesprochen hat, gibt auch das weiter, was ihn selbst verletzt hat. Die Werkstatt arbeitet vier Stunden daran, in Einzelarbeit, im Gespräch zu zweit und an einer gemeinsamen Wand.
Die ersten zwanzig Minuten gehören dem Ankommen. Die drei Regeln werden ausgesprochen und geübt: Freiwilligkeit der Selbstauskunft, Zuhören ohne Bewerten, nichts verlässt den Raum ohne Zustimmung. Danach arbeitet eine Stunde lang jede Person still für sich an einer Papierbahn. Sechs Aufträge kommen nacheinander: Die eigene Linie zeichnen und Platz für die Zukunft lassen, Stationen ab dem Kindergarten eintragen, die wichtigen Menschen je Phase, die prägenden Werte und die Ereignisse, die sie ausgelöst haben. Dann werden zwei Sorten von Passagen markiert, zuerst die, in denen das Selbstbewusstsein gewachsen ist, danach die krisenhaften. Bei den krisenhaften wird gefragt, wer begleitet hat und welche Fähigkeit rückblickend daraus erwachsen ist. So steht am Ende neben der Krise auch eine Fähigkeit.
Nach der Pause folgt das Kernstück. In Tandems, die über Generationen hinweg gebildet werden, erzählt eine Person zwanzig Minuten, die andere hört zu und fragt nach, dann wird gewechselt. Wer in den Siebzigern in eine deutsche Grundschule ging, wer in den Neunzigern und wer nach 2010, erzählt von drei verschiedenen Institutionen mit ähnlichen Mustern. Das wird im Tandem hörbar, ohne dass jemand es behaupten muss. Ältere erzählen, wie man in einer Institution besteht, die einen nicht mitgedacht hat. Von den Jüngeren erfahren sie, welche Sprache und welche Rechte es dafür inzwischen gibt.
Anschließend kommen alle Karten mit Werten und Ressourcen anonym an die Wand und werden gemeinsam sortiert. Die Gruppe benennt, was sich über die Generationen wiederholt und was sich verändert hat. Aus vierzehn Einzelgeschichten entsteht ein Bildungsarchiv der Gruppe, ein Bild, das keine Person allein hätte zeichnen können.
Zum Schluss wird geschrieben. Jede Person verfasst ein Leitbild als Brief an sich selbst, mit drei Fragen: Wofür stehe ich in meiner Bildungsarbeit, woher kommt das, was will ich nicht weitergeben. Danach wird eine kleine Entwicklungsaufgabe festgelegt, mit Maßnahmen, Ansprechpersonen, Hürden, eigenen Ressourcen und einem Erfolgsindikator, und im Tandem einmal gegengefragt. In den letzten zehn Minuten rekonstruiert die Gruppe den Ablauf gemeinsam. Wer geht, nimmt die eigene Linie mit, den Brief, eine benannte Aufgabe und eine Karte mit dem Ablauf, mit der sich die Werkstatt in der eigenen Gruppe wiederholen lässt.
AUSSTELLUNG
„Auf den Spuren des Widerstands gegen Rassismus“ von Initiative Perspektivwechsel
Ergänzt wird das Programm durch einen Workshop der Initiative Perspektivwechsel aus dem Bereich der historisch-politischen Bildung, der die Ausstellung »Zwischen Petition und Rebellion« begleiten wird, die ebenfalls im EG des CUZ Community Zentrums zu sehen sein wird. Weitere Informationen zu diesem Format folgen in Kürze.
Samstag, 24.10.2026, 11:00 Uhr
Die PAD Academy Ideenwerkstatt 2026 startet!
Die Ideenwerkstatt ist für uns ein besonderer Moment: Sie ist ein erster praktischer Schritt auf dem Weg zu einer PAD Academy, deren Bildungsangebote aus den Communities heraus und gemeinsam mit den Communities entstehen. Wir freuen uns auf zwei Tage voller Austausch, neuer Perspektiven und gemeinsamer Ideen und darauf, die PAD Academy gemeinsam mit Euch wachsen zu lassen.
Zwei Tage voller Community-Wissen, politischer und kultureller Bildung, Kreativität, Austausch, Empowerment und neuer Perspektiven liegen vor uns.
Wir freuen uns riesig auf dieses Wochenende – und vor allem auf Euch!
Datum: 24.–25. Oktober 2026
Ort: Each One Teach One (EOTO) e.V.
Die Workshops sind offen für alle. Wir möchten um vorherige Anmeldung bitten.
PAD Academy Pilotwochenende Ideenwerkstatt 2026
Samstag, 24. – Sonntag, 25. Oktober 2026
Each One Teach One (EOTO) e.V. - CUZ Community Zentrum
Gefördert im Rahmen von heimaten
Das heimaten Netzwerk ist eine Initiative von Haus der Kulturen der Welt im Rahmen von heimaten, gefördert durch Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.