Hauptgebäude der Humboldt-Universität (Unter den Linden 6) im Raum 1066e im EG, gleich neben dem Denkmal für W.E.B. Du Bois.
Geschichte wird oft wie etwas Abgeschlossenes betrachtet – als läge sie fest und müsse nur noch nacherzählt werden. Schwarze Geschichte zeigt jedoch, dass Geschichte gemacht wird: immer wieder neu, durch Erinnern, Erzählen und Widerspruch gegen dominante Sichtweisen. Der aus Martinique stammende Schriftsteller Édouard Glissant unterscheidet zwischen dem „Kontinent“, einer einzigen, herrschenden Version der Vergangenheit, und dem „Archipel“, einem Geflecht vieler Stimmen und Erfahrungen. In solchen archipelischen Räumen entsteht Geschichte nicht als gerade Linie, sondern im lebendigen Austausch.
Der Black History Month, der inzwischen auch in Deutschland an Bedeutung gewinnt, geht auf Carter G. Woodson zurück – den „Vater des Black History Month“. Mit der von ihm 1926 gegründeten Negro History Week legte er den Grundstein für diese weltweite Erinnerungspraxis. Der BHM ist seither kein bloßer Gedenkmonat, sondern eine aktive Form des Erinnerns, die festgefügte Geschichtsbilder herausfordert. Ausgehend von Woodsons Begriff der „Miseducation“ fragt der Vortrag, wie Geschichte neu verstanden werden kann, wenn Selbstbestimmung nicht nur Ziel, sondern Voraussetzung von Wissen ist.
Nicki K. Weber ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg. Er promoviert an der Hochschule für Philosophie München und studierte Politische Wissenschaft und Philosophie in München.
In seiner Forschung befasst er sich mit postkolonialer Theorie, Schwarzer Kritik und Schwarzem Existenzialismus. Im Zentrum steht die Frage, wie Macht, Rassismus sowie Widerstands- und Gewaltgeschichten Denk- und Wissensordnungen strukturieren. Schwarzes Denken versteht er als existenzielle und epistemische Praxis, die diese Ordnungen sichtbar macht, irritiert und ihnen widerspricht.
In seinen jüngeren Publikationen verbindet er politische Theorie mit Schwarzer Philosophie, etwa in Texten zu Charles W. Mills, Frantz Fanon und Achille Mbembe, zu Schwarzer Science-Fiction und Surrealismus oder zu epistemischer Gewalt und gelebter Rassismuserfahrung.
Ohne Anmeldung / offene Veranstaltung
Ohne Anmeldung / offene Veranstaltung
Jugend- und Kulturzentrum "Gérard Philipe, Karl-Kunger-Str. 29, Berlin
Dear Black Youth, B2B bietet Ballroom-Workshops und offene
Sessionsfür Schwarze queere Jugendliche an. Seit über 2 Jahren
leiten Seyram und Jade das Programm und schaffen einen Raum,
in dem sich alle wohl fühlen. Kongolo Revlon wird zum BOM eine
Reflektionsrunde zum Thema "Masculinity in Ballroom" leiten
und anschließend eine offene Ballroom Session mit Jade & Seyram.
Donnerstag 12.02.2026 | 19:00 - 23:00 Uhr
Ort: Jugend- und Kulturzentrum "Gérard Philipe, Karl-Kunger-Str. 29, Berlin
– Ohne Anmeldung –
Togostraße 76, 13351 Berlin
»Wie drehe ich ohne Budget ein Kurzfilm ?«
Wie realisiert man einen Kurzfilm ohne großes Budget? Dieser Workshop gibt praxisnahe Einblicke ins Low-Budget-Filmemachen aus Regie-, Produktions- und Kamerasicht – mit konkreten Tipps, Workflows und ehrlichen Erfahrungen
aus der Praxis.
Sonntag 15.02.2026 | 13:00 - 16:00 Uhr
Ort: Togostraße 76, 13351 Berlin
Dear Community,
ihr seid herzlich eingeladen zur Lesung: »5 Generationen
Afro-deutsche Familie« mit Lorena Richter. Der Abend wird sich um das Buch
von Theodor Wonja Michael “Schwarz sein und deutsch dazu”
drehen und durchgeführt mit seiner Enkelin und Ur-Enkelin.
Kommt vorbei zu einem gemütlichen Abend in unserer Bibliothek und lasst euch von Erzählungen zu Afro-Deutscher Familiengeschichte inspirieren. Wir freuen uns auf euch!
Freitag, 20.02.2026 | ab 20:00 Uhr
Ort: Togostraße 76, 13351 Berlin
Togostraße 76, 13351 Berlin
Liebe Communities, Families und Black Parents,
herzlich Willkommen beim Black Parents Talking Circle – eine für alle Menschen offene, interaktive Gesprächsveranstaltung, die einen Raum für kollektive Reflexion, geteilte Erfahrungen und generationsüber-greifende Perspektiven innerhalb der Black Communities eröffnet. Inspiriert von dem Grundgedanken „It takes a community to raise a child“ schaffen wir zusammen einen Raum für gemeinschaftliches Nachdenken, Zuhören und Teilen innerhalb der Schwarzen Communities in Deutschland.
„It takes a community to raise a child“ ist dabei nicht nur ein Sprichwort oder Slogan – wir leben und praktizieren diese Communities. Wir bieten Raum, diese Praxis sichtbar zu machen, zu feiern und weiterzugeben. Die Veranstaltung würdigt Schwarze Praxis und Formen des „Communities Care and Parenting“ und deren generationsübergreifenden Perspektiven und Ressourcen, die uns dabei tragen.
https://www.blackparents.de/event-details/black-parents-talking-circle // Ohne Anmeldung
Togostraße 76, 13351 Berlin
Einladung zur Studienveröffentlichung und Vernetzungswerkstatt | 25. Februar 2026 in Berlin
Dear Communities and PAD-People
Wir laden Euch herzlich zur Veröffentlichung unserer Studie ein:„Förderung & Finanzierung Schwarzer, afrikanischer und afrodiasporischer Organisierung in Deutschland – Eine Bestandsaufnahme"
Diese umfassende Erhebung beleuchtet erstmals systematisch die Förderlandschaft für Schwarze Selbstorganisationen in Deutschland und gibt wichtige Einblicke in Chancen, Herausforderungen und Handlungsbedarfe.
📅 Wann: Mittwoch, 25. Februar 2026 | 09:30–16:30 Uhr
📍 Wo: Each One Teach One (EOTO) e.V., Togostraße 76, 13351 Berlin
Programm-Highlights: 🎤 Key-Note von Dr. Elisabeth Kaneza (Kaneza Foundation for Dialogue and Empowerment e.V.)
💬 Vorstellung der Studienergebnis
Austausch und Vernetzung aus der Community an versch. Themen-Tischen mit Community-Expert*innen im Feld
Diese Veranstaltung richtet sich besonders an Vertreterinnen Schwarzer, afrikanischer und afrodiasporischer Organisationen, Fördermittelgeber, politische Entscheidungsträgerinnen sowie alle, die sich für gerechte Förderstrukturen engagieren.
Seid dabei und meldet euch an, wenn wir gemeinsam die Weichen für eine gerechtere Förderlandschaft legen!
Anmeldung: https://FoerderungundFinanzierung.eventbrite.de
Wir freuen uns auf einen soldairschen und kenntnisreichen Austausch!
*Die Studie ist ein Kooperationsprojekt von zedela und EOTO e. V. und wird im Rahmen des Kooperationsverbunds gegen Rassismus im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ (Programmbereich „Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur“)